Impulse News

Zwischenbilanz – das Label für Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung gedeiht erfolgreich und bewegt die Politik

Schon seit einem Jahr macht der rote iPunkt die Wirtschaft farbiger!

Das Label iPunkt, welches von Impulse Basel gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsverbänden, KMUs und Grossbetrieben entwickelt wurde, zeichnet Unternehmen im Wirtschaftsraum Nordwestschweiz aus, die Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt anstellen oder eine Arbeitsplatzerhaltung, zum Beispiel trotz dauerhafter Krankheit, ermöglichen. Der iPunkt ist dadurch eine Orientierungsmarke für Konsumenten und Direktbetroffene.

Bereits mehr als zehn kleine und grosse Unternehmen, von Gastronomie bis Bauwesen, weisen ihren Standpunkt  gelebtes soziales Engagement in der Wirtschaft  mit dem iPunkt aus. Jüngst  sind das Pflegezentrum Brunnmatt in Liestal und das K5 Basler Kurszentrum als Labelträger hinzugekommen. Von über zehn weiteren Firmen sind Anträge auf die Trägerschaft des Labels noch in Abklärung

Der rote iPunkt will zum springenden Punkt werden: Über die Region Basel in den Kanton Aargau und Solothurn hüpfen. Bis 2015 sollen 50 Unternehmen mit dem Label auf den Punkt gekommen sein. Eine Plakatkampagne, die das Label noch stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen soll, ist in Planung.

In welcher Form das Label iPunkt die Politik bewegt, lesen Sie in der detaillierten Zwischenbilanz.

Was haben eine Kauffrau, ein Jurist und ein Wildnispädagoge gemeinsam?

       

Das Mentoringprogramm von Impulse Basel besteht nun seit 2 Jahren. Mentorinnen und Mentoren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichem Dienst beteiligen sich an diesem Programm zur beruflichen Förderung von Menschen mit einer Behinderung.

Die Programmteilnehmenden erhalten hier Unterstützung in Form verschiedener Trainings, individuell angepasst an die persönlichen Bedürfnisse.

Das Mentoring bietet dabei auch Support bei der Realisierung eigener Projekte oder auf dem Weg zur Selbständigkeit. Sei dies beim Netzwerkaufbau, Marketing oder bei der Mittelbeschaffung. Dabei wird in Kleingruppen mit maximal vier Personen gearbeitet.

Josefina, Markus und Roman sind in einer solchen Arbeitsgruppe und entwickeln ihre eigenen Projekte. Josefina möchte Übersetzungen anbieten für Menschen, die über nicht allzu grosse finanzielle Mittel verfügen. Markus plant eine Firma für die persönliche Beratung beim Kauf und der Reparatur von technischen Geräten und Roman will regionale Natur-Exkursionen anbieten, etwa zum Thema Vögel oder essbare Wildpflanzen.

„Jeder hat seine eigene Idee, die er oder sie verwirklichen will. Im Team fördern, motivieren und helfen wir uns gegenseitig. Das gibt mir Kraft und Mut, meinen Traum endlich in die Tat umzusetzen“, bringt es Markus auf den Punkt.

Weiter Informationen zum Mentoring Programm finden Sie hier.

Lehrstelle zu vergeben? Melden Sie sich bei Impulse Basel.

Jugendliche mit Behinderung drücken die Schulbank und machen ihren Abschluss  wie andere auch. 

Jugendliche mit Behinderung haben ihre Traumberufe und Karrierepläne  wie andere auch.

Trotzdem werden Menschen mit Behinderung in ihrer Laufbahn gerade bei dem Einstieg in die Arbeitswelt gebremst. Ein Paradox, denn das Lehrstellenangebot in der Schweiz ist so gross wie lange nicht mehr: 2014 waren drei Monate vor Lehrbeginn noch über 13'000 Lehrstellen unbesetzt.

Der jobBOOSTER ist eine Kampagne von Impulse Basel, die sich für die Chancengerechtigkeit im Lehrstellenmarkt einsetzt. Er bildet eine Vermittlungsplattform für Lehrstellen, die von Jugendlichen mit Behinderung besetzt werden können. Die Kampagne öffnet den Jugendlichen Türen, damit auch sie die Möglichkeit bekommen ihre Karriere zu starten und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Haben Sie dieses Jahr noch eine unbesetzte Lehrstelle? Oder ist gerade ein Lehrstellenplatz wieder frei geworden?

Lassen Sie Ihren Lehrstellenplatz nicht zur "Leerstelle" werden! 

Melden Sie Ihren Ausbildungsplatz hier für die jobBOOSTER Kampagne an.

Gewinnen Sie den Basler Sozialpreis 2015!

Schaffen Sie Arbeitsplätze für Menschen mit Leistungseinschränkung?

Der Kanton Basel-Stadt will die berufliche Integration von leistungseingeschränkten Personen fördern. Er zeichnet jedes Jahr ein bis zwei Unternehmen mit dem Basler Sozialpreis aus. Der Sozialpreis ist mit 10'000 Franken dotiert und wird an einer feierlichen Preisverleihung übergeben.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular finden Sie hier.

«Back to Work» – Ein Veranstaltunghinweis für Arbeitgeber

Sie als Arbeitgeber, die Suva und die IV haben ein gemeinsames Ziel. Alle sind interessiert daran, dass erkrankte oder verunfallte Personen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess integriert werden können. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die verschiedenen Partner zusammenarbeiten, eine gemeinsame Sprache sprechen und sich über die jeweiligen Rollen sowie die gegenseitigen Erwartungen im Klaren sein.

Am Donnerstag, 23. Oktober 2014 laden die Suva Basel und die beiden IV-Stellen Basel-Stadt und Basel-Landschaft Arbeitgeber ein, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen zum Anlass finden Sie hier.

Frag-würdig?

Heute mit Thomas Brunnschweiler (*1954) promovierter Germanist, Theologe, Schriftsteller und freischaffender Journalist. Mit seiner Psychiatrieerfahrung ist er auch Betroffener.


Voll behindert?

Unsere Sprache verrät uns. Seit einigen Jahren hat sich der Ausdruck „voll behindert“ als negative Bezeichnung in der Jugendsprache breitgemacht, analog zum Ausdruck „voll schwul“. Wahrscheinlich haben viele Jugendliche, die den Ausdruck „voll behindert“ benutzen, nicht einmal etwas gegen Menschen mit einer Behinderung, aber die Verbindung des Wortes „behindert“ mit dem herablassenden Ton ist höchst problematisch, obwohl schon die Wortherkunft von „behindern“ diesbezüglich interessant ist. Das althochdeutsche Wort „gihintaren“ bedeutet „betrügen, herabwürdigen“ und „hintaren“ auch“ hemmen, vorenthalten“. Das Wort „Behinderung“ im heutigen Sinne ist ein Kunstbegriff, der in die sechziger Jahre zurückgeht. Bis dahin noch gebrauchte Begriffe wie „Krüppel“, „Versehrte“, „Debile“, „Idioten“, „Spinner“ und „Verrückte“ waren glücklicherweise obsolet geworden. Heute will man sprachlich noch korrekter sein. Es heisst: „Behindert ist man nicht, behindert wird man“. Der Spruch tut so, als wäre Behinderung ein reines Sprachspiel und ein soziales Konstrukt Das ist natürlich Unsinn, denn es gibt Realitäten, die Menschen im Gebrauch von körperlichen, geistigen und psychischen Fähigkeiten wirklich behindern. Klaus Birnstiel, der an unspezifischer muskulärer Dystrophie leidet, hat zu Recht darauf hingewiesen, dass man die Körperlichkeit und Präsenz von Behinderten stärker ernst nehmen sollte. Als behindert empfindet man meist nur die offensichtlich Beeinträchtigten. Dass es auch sogenannt Nicht-Behinderte gibt, denen gewisse Eigenschaften wie Empathie, soziale Solidarität oder ökologische Verantwortung fehlen, vergisst man gerne. Wer zu ihnen sagt: „Voll behindert!“, liegt – etymologisch gesehen – nicht einmal daneben, denn solche Menschen betrügen sich selbst und würdigen nicht nur andere, sondern auch sich selbst herab.

"Wir reden mit!" – aktive Partizipation von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft

3. Dezember 2014: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Reservieren Sie sich den Mittwoch, 3. Dezember 2014. Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung laden Impulse Basel, das Behindertenforum und die Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung des Kantons Basel-Stadt zu aussergewöhnlichen Schaufenster-Talks ein. Als Talkgäste bereits mit dabei sind Sarah Wyss SP-Grossrätin Basel-Stadt, Dr. Jeanne Fürst Moderatorin der Gesundheitssendung "Gesundheit-heute" SRF, Schauspieler David Bröckelmann, Tobit Schäfer SP-Grossrat Basel-Stadt, Theaterfrau Caroline Rasser und viele mehr.

by Dr. Radut