Impulse News

"Wir lassen uns nicht parkieren" – Die Roadshow quer durch Basel am 3. Dezember 2015

Am 3. Dezember 2015 ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Unter dem Motto "Aktiv im Arbeitsleben – auch mit Behinderung" lädt Impulse Basel und das Behindertenforum zur Roadshow quer durch die Stadt. Von 11.00 bis 16.00 Uhr touren zwei Impulse Basel-Talkbusse durch Basel und machen an fünf Standorten Halt, unter anderem auf dem Claraplatz und dem Marktplatz.
 
In den Talks geben Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung, die von Impulse Basel mit dem Label iPunkt zertifiziert wurden, ihre Erfahrungen weiter. Zudem bringen prominente Basler Persönlichkeiten wie zum Beispiel Schauspieler David Bröckelmann ihre Berührungspunkte mit dem Thema Behinderung ein. Natürlich werden auch die Hauptdarsteller – die Fachkräfte mit Behinderung – ihre Perspektive in die Gespräche einbringen. Passanten werden eingeladen mitzudiskutieren. "Ohne Begegnung ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung nicht möglich. Mit dieser Aktion ermöglichen wir Kontakte und sensibilisieren die Öffentlichkeit", erklärt Projektleiter Pascal Güntensperger von Impulse Basel.
 
An den Haltestellen wird aber nicht nur diskutiert, sondern auch ein nachhaltiges Zeichen hinterlassen: Es wird nach jedem Talk an den Litfasssäulen vor Ort ein druckfrisches iPunkt-Plakat gehängt, auf dem die iPunkt-Labelträger zu sehen sind. Die Plakatkampagne macht so die Öffentlichkeit über den Aktionstag hinaus auf die Orientierungsmarke iPunkt aufmerksam. Der iPunkt zeichnet Arbeitgeber aus, welche Arbeitnehmer mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt anstellen.
                               

 

Der iPunkt an der Swiss Handicap mit dem Labelträger aviver AG

Erleben Sie einen aussergewöhnlichen Tag an der nationalen Messe für Menschen mit und ohne Behinderung in Luzern. Der Messe-Event richtet sich an alle Interessierte, Betroffene, Fachleute sowie Aussteller.

Den iPunkt finden Sie am Freitag, 27. Novermber 2015 von 09.00-18.00 Uhr und am Samstag, 28. November 2015 von 09.00-17.00 Uhr am Stand 2.226 in der Halle 2. Hier geht es zum Hallen-Plan.

Unser Labelträger aviver AG lädt Sie mit diesem Gutschein ein uns an der Swiss Handicap 2015 zu besuchen – wir freuen uns auf Sie!

Neuer HR-Lehrgang am KV Basel

Ausgangspunkt für die Inklusion von Menschen mit Behinderung ist Fachwissen. Deshalb freut sich Impulse Basel gemeinsam mit der Handelsschule KV Basel und der Advokatur am Rhein den neuen HR-Lehrgang "Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt für Praktiker" anbieten zu können.
 
Die Eingliederung bzw. Wiedereingliederung von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen ist aus verschiedenen Gründen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Auf der einen Seite sind bereits die Rechtsgrundlagen komplex, auf der anderen Seite erfordert dieses Vorhaben eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der neue Lehrgang vermittelt das notwendige Wissen.
 
"Der Kurs orientiert sich dabei vorwiegend an konkreten Beispielen. Anhand dieser Beispiele werden die Teilnehmenden in einem ersten Schritt durch die tangierten Rechts- und Fachgebiete geführt", so Markus Trottmann, Geschäftsleiter der Advokatur am Rhein. Der Lehrgang startet am 4. April 2016 (Dauer: 1 Semester, 70 Lektionen).
 
"Für eine fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit ist es unabdingbar, dass alle Involvierten über ein solides rechtliches Grundwissen, aber auch über ein gegenseitiges Grundverständnis hinsichtlich der tangierten Fachbereiche verfügen", erklärt Nicole Bertherin, Präsidentin Impulse Basel.
 

Wir begrüssen drei neue iPunkt Labelträger

Das Label iPunkt von Impulse Basel zeichnet Unternehmen aus, die Menschen mit einer Behinderung im ersten Arbeitsmarkt anstellen – sich aktiv für Chancengerechtigkeit einsetzen. Impulse Basel freut sich, die R. Häsler AG aus Möhlin, die Gärtnerei Allemann aus Witterswil und die Löw Gartenbau AG aus Muttenz als neue Labelträger willkommen zu heissen.

Geschäftsstellenleiter Tobias Mathis von der R. Häsler AG
bei der Zertifikatsübergabe
Geschäftsführer Rolf Allemann von der Gärtnerei Allemann Stefan und Elisabeth Löw, Geschäftsleitung der Löw Gartenbau AG
 
Weitere Läbelträger, die ihr soziales Engagement mit dem iPunkt zeigen wollen, sind gesucht!
 
Für Auskünfte steht Ihnen Impulse Basel gerne zur Verfügung:
Telefon +41 61 500 24 14
Email: info(at)impulsebasel.ch

Die Mittagstafel für Mentorinnen und Mentoren von Menschen mit Behinderung

Die Mittagstafel findet jeden zweiten Monat statt. Sie bietet den Mentoren und Mentorinnen die Gelegenheit, sich bei einem Mittagessen auszutauschen und die Neuigkeiten aus dem Mentoring Programm aus erster Hand zu erfahren. Die Mittagstafel ist Begegnungsplattform und Weiterbildung in einem.

Zur Mittagstafel werden Impuls-Geber und Experten eingeladen, die zu einem bestimmten Thema oder einer Fragestellung ihre Erfahrungen weitergeben. Bisherige Special Guests waren beispielsweise Regierungsrat Baschi Dürr zum Thema Teilzeit und Diversity, Olivier Grieder, der Leiter Integration der SVA Basel-Landschaft zu Fragen bezüglich der Sozialversicherungen sowie Karl Emmenegger, selbständiger Jobcoach und Berater zum Thema Selbstmanagement und Selbstmarketing.

Regierungsrat Baschi Dürr zu Gast bei der Mittagstafel Kürbissuppe mit einem Schuss angeregter Gespräche im Oktober 2015 Mit Impuls-Geber Karl Emmenegger, Jobcoach und selbst Paraplegiker
 

Das Mentoring Programm von Impulse Basel unterstützt Menschen mit einer Behinderung bei ihrer Karriereplanung im Hinblick auf die freie Marktwirtschaft: Darunter fallen zum Beispiel LehrabgängerInnen, die eine Stelle suchen, Menschen, die nach einem Unfall oder langer Krankheit einen Wiedereinstieg wagen oder Direktbetroffene, die sich selbstständig machen wollen.

Nebst einem individuellen Coaching steht den Mentees ein erfahrener Mentor oder eine erfahrene Mentorin zur Seite. Mentoren und Mentorinnen sind gestandene Persönlichkeiten, die ihre Mentees durch ihr Know-how, ihre Lebenserfahrung und ihr persönliches Netzwerk ehrenamtlich unterstützen.

Das Mentoring sucht weitere engagierte Mentoren und Mentorinnen
Interessiert Mentor oder Mentorin zu werden? Oder haben Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, den das Mentoring Programm interessieren könnte?
Melden Sie sich unverbindlich bei Impulse Basel, info(at)impulsebasel.ch, 061 500 24 14
 

 

iPunkt-Stammtisch für Arbeitgeber: diskutieren, vernetzen, poltern

Der "iPunkt-Stammtisch" ist das neue Veranstaltungsformat für Arbeitgeber. Am runden Tisch treffen sich Labelträger, CHARTA-Unterzeichner und interessierte Arbeitgeber zum angeregten Autausch bei einem Feierabendbier. Diskutiert werden ausgewählte Themen aus dem Bereich Arbeit und Behinderung.

Geladene Gäste bereichern den Stammtisch mit ihrem Fachwissen zu spezifischen Herausforderungen und Problemstellungen.

Beim zweiten iPunkt-Stammtisch trafen die Arbeitgebenden auf die Leiter der Bereiche Integration von den IV-Stellen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, Olivier Grieder und Olaf Meiburg. Beide stellten sich den kritischen Fragen aus der Privatwirtschaft und brachten Licht in die teilweise komplexe Welt der Sozialversicherungen.

Der nächste iPunkt-Stammtisch findet im neuen Jahr, am Dienstag, 26. Januar 2016 ab 17.00 Uhr statt – Details folgen.

Angeregte Diskussionen am Stammtisch vom Juni 2015 Volle Konzentration beim Stammtisch im November 2015

Eine Rückschau zu den diesjährigen iPunkt-Veranstaltungen für Arbeitgeber finden Sie hier.

iPunkt-Treff: Know-how für Labelträger

Am iPunkt-Treff erweitern und vertiefen Labelträger ihre Kompetenzen im Umgang mit Direktbetroffenen. Best Practice, Erfahrungsaustausch sowie praktische Übungen mit Direktbetroffenen bilden den Kern der Veranstaltung. Arbeitgeber nehmen aus dem iPunkt-Treff neue Impulse und Methoden für ihren Betrieb mit und vernetzen sich mit anderen iPunkt-Labelträgern.

Im Fokus des dritten iPunkt-Treffs am 17. November 2015 stand die Berufsbildung von jungen Menschen mit Behinderung. Die Arbeitgeberveranstaltung ermöglichte iPunkt-Labelträgern den persönlichen Austausch mit Berufsbildungsexperten. In Kleingruppen wurden anhand von Fallbeispielen pragmatische Wege zur Inklusion erarbeitet und danach im Plenum diskuitiert.

Impressionen vom letzten iPunkt-Treff im November 2015 zum Thema "Berufsbildung von Jugendlichen mit Behinderung - gewusst wie!"

Die aktuellen Labelträger finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Label iPunkt finden Sie hier.

Frag-würdig?

Wer ist für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft verantwortlich?

Diese Frage stellte Moderatorin Inés Mateos den vier geladenen Experten am letzten Palaverloop zum Thema "Gleichgestellt leben – in der Mitte der Gesellschaft". Der Palaverloop, ein öffentliches Podium, an dem betroffene und nicht betroffene Experten regelmässig brennende Fragen zum Thema Behinderung diskutieren, wurde bisher von der Fachstelle für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (FGMB) organisiert. Per Ende Jahr wird die Fachstelle geschlossen – das Thema  Behinderung in Basel hat vorerst "auspalavert".
 

Moderatorin Inés Mateos am letzen Palaverloop

Geladene Experten/innen mit und ohne Behinderung

Martin Haug, der Leiter der FGMB bei seiner Verabschiedung

*Diese Bilder wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Raphael Zehnder, mediaTon.ch.
 
Vor diesem Hintergrund stellt sich die obige Frage umso dringlicher. Impulse Basel hakte mit derelben Frage bei Palaverloop-Moderatorin Inés Mateos nach:

"Die Verantwortung für gesellschaftliche Veränderungsprozesse – und die Gleichstellung ist ein solcher – liegt in der Gesellschaft. Das heisst bei jedem einzelnen Mitglied unserer Gesellschaft. Sie kann weder nur bei Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen, noch lediglich bei den Institutionen oder beim Staat liegen. Allerdings bin ich der Meinung, dass der Staat hier eine bedeutende Rolle übernehmen muss. Der Staat muss seine Institutionen und Organe fit machen für die Diversität unserer Gesellschaft, damit Inklusion überhaupt gelebt und die Gleichstellung vorangetrieben werden kann. Das ist eindeutig staatliche Aufgabe.

Am Palaverloop betonten die geladenen Experten, dass eine Fachstelle innerhalb der Verwaltung als Antidiskriminierungs-Drehscheibe für Knowhow und Vernetzung aus verschiedenen Gründen sehr wichtig ist. Nicht nur als eine erste neutrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung, sondern eben auch als Koordinatorin und Impulsgeberin für die Gestaltung nötiger Massnahmen zur Gleichstellung und Umgestaltung der Institutionen hin zu Offenheit und Inklusion. Schulen, der öffentliche Verkehr, die Gesundheitspolitik unseres Kantons, um nur einige Beispiele zu nennen, müssen sich weiterentwickeln, so dass sie nicht nur Sparvorgaben entsprechen, sondern vor allem, damit sie mit Weitblick die Bedürfnisse einer immer heterogeneren Bevölkerung sinnvoll gestalten können. Das gilt nicht nur für die legitimen Ansprüche behinderter Menschen, sondern für die Anliegen von uns allen.

Ein weiterer relevanter Punkt scheint mir das soziale Design unserer Gesellschaft. Wir werden heterogener und immer älter. Behinderung wird stärker zu einem Faktor, der uns alle etwas angeht. Behindert sind nicht nur Menschen, die mit einer Behinderung zur Welt kommen, es kann auch im Verlaufe des Lebens jeden treffen und spätestens im Alter trifft es annähernd alle. Damit liegt es im Interesse von uns allen, dass wir endlich beginnen eine inklusive Gesellschaft zu basteln; dabei geht es um bauliche Massnahmen zur Barrierefreiheit, aber auch um den Abbau von Barrieren in den Köpfen der Menschen – gerade in den Köpfen der Verantwortlichen in Verwaltung und Politik bleibt weiterhin viel zu tun.

Dass der Behindertenbeauftragte hier in Basel in der Person von Martin Haug ausserdem eine weit über die Grenzen des Kantons anerkannte Arbeit geleistet hat, steht ausser Zweifel. Dieses über Jahre aufgebaute staatliche Wissen wegzustreichen, entspricht in keiner Form den gesellschaftlichen Entwicklungen und ist deswegen kurzsichtig und widersinnig. Ganz abgesehen davon, dass der Spareffekt, gemessen am Verlust von Aufbauwissen und Wirkung der Fachstelle, sich schon bald ins Negative verkehren wird.

Bei der Gleichstellung geht es allerdings nicht nur um eine Kosten-Nutzen-Rechnung: Die Schweiz hat 2014 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Inklusion ist ein Menschenrecht! Massnahmen zur Inklusion wie zum Beispiel Nachteilsausgleich und Barrierefreiheit sind Rechte, die Menschen mit Behinderung zustehen. Die Schweiz hat sich mit Recht zur Umsetzung der UN-Konvention verpflichtet. Für einen fortschrittlichen Kanton wie Basel-Stadt scheint es deswegen besonders uneinsichtig und befremdlich, dass gerade jetzt die Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung geschlossen werden soll.
"

Inés Mateos, Expertin für Bildung und Diversität, Basel
 
Licht am Horizont: Das Aktionskomitee Behindertengleichstellung

Basel kann nicht auf die Fachstelle für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung verzichten. Aufgrund dieser Erkenntnis schlossen sich engagierte Menschen zum "Aktionskomitee Behindertengleichstellung" zusammen. Das Aktionskomitee kämpft mit konkreten Aktionen für den Erhalt der Fachstelle Gleichstellung für Menschen mit Behinderung.

Das AK Behindertengleichstellung ist auf Ihre Unterstützung angewiesen. Unterstützen Sie das AK Behindertengleichstellung indem Sie:

- dem Unterstützungskomitee namentlich beitreten!
- an den Aktionen, wie dem "Stammtisch" am 06. Januar 2016 teilnehmen, mit- und aufmischen!
- das AK Behindertengleichstellung auf Facebook und Twitter supporten!

Alle Informationen zur Unterstützung des AK's finden Sie hier.

Ein PDF dieses Artikels finden Sie hier.

by Dr. Radut