Impulse News

Wahr oder falsch?

Sind die beiden Aussagen wahr oder falsch?

"Ein sehr erfolgreicher selbständiger Gipser mit einem Einkommen von knapp über CHF 200'000.00 kann aufgrund seiner Rückenbeschwerden nicht mehr als Gipser arbeiten. Heute arbeitet er zu 100% als Berufsschullehrer. Er generiert ein Einkommen von CHF 120'000.00 und bezieht gleichzeitig eine viertel IV-Rente."

„Ein angestellter Gipser fällt vom Gerüst und fällt so unglücklich, dass er fortan auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Sein Chef ist aufgrund der jahrelangen ausserordentlich guten Zusammenarbeit bereit, ihn trotz seines Handicaps wenn immer möglich im Betrieb zu halten. Mit Hilfe der IV erhält er alsdann eine Umschulung zum Kaufmann. Ebenfalls mit Unterstützung der IV wird ein rollstuhlgängiger Arbeitsplatz in der Administration seines bisherigen Arbeitgebers eingerichtet. Dort kann er zum gleichen Lohnansatz wie als Gipser arbeiten, allerdings aufgrund seines Leidens nur noch mit einem Pensum von 70 %. Trotz seines schweren gesundheitlichen Schadens und der klaren Lohneinbusse weist die Invalidenversicherung sein Gesuch um Ausrichtung einer IV-Rente ab."

Lesen Sie hier die Auflösung nach


 

Zwei neue Labelträger

Impulse Basel freut sich die Wirtschaftskammer Baselland  und das Alters- und Pflegeheim Gundeldingen als Labelträger begrüssen zu dürfen.

Frag-würdig?

Der gesellschaftliche Trend ist eindeutig: Viele Männer wollen Teilzeit arbeiten. Da Teilzeitarbeit bei Männern in vielen Branchen noch nicht selbstverständlich ist, können nur wenige Männer Teilzeit arbeiten. Wenn es für gesunde Männer schon nicht einfach ist eine Teilzeitstelle zu finden, wie ist es dann bei Männern, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch Teilzeit arbeiten können? Ein Direktbetroffener und ein Arbeitgeber berichten.

D. S.
Direktbetroffener

„Ich war über 10 Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber in einem 100%-Pensum angestellt. Aufgrund einer Erkrankung und der damit verbundenen teilweisen Krank-Schreibung während zwei Jahren wurde mein Arbeitspensum vor zweieinhalb Jahren von 100% auf 80% gekürzt.
Mit der Begründung meine Funktion sei nur bei Vollzeit-Beschäftigung rentabel, wurde mir kürzlich die sehr stressintensive und körperlich anspruchsvolle Aufgabe als Lager- und Montageleiter angeboten. Da ich diese Aufgabe aufgrund meiner rheumatischen Erkrankung vor vier Jahren abgetreten hatte, habe ich das Angebot verständlicherweise nicht annehmen können. Kurz darauf wurde mir gekündigt.
Seither bin ich auf der Suche nach einer handwerklich-technischen Teilzeitstelle, was sich als sehr schwierig gestaltet, obwohl ich auch offen für Veränderung bin und auch in vergleichbaren technischen Berufen suche. Ich muss also feststellen, dass in dieser Branche noch immer gilt: "Ein Mann ist nur ein Mann wenn er Vollzeit arbeiten kann". Ich schliesse daraus, dass bei den Arbeitgebern und Arbeitnehmern von handwerklich-technischen Betrieben das Patriarchat noch nicht abgeschafft wurde und viel Sensibilisierungs-Bedarf im Sinne von "Mann bleibt auch Mann ohne Vollzeit-Arbeitsprogramm" besteht.“

Willi Stampfli
Inhaber & Geschäftsführer der Mensch Rolladen AG

"Gerade in handwerklichen Bereichen muss eine Sensibilisierung in Bezug auf Teilzeitarbeit stattfinden, insbesondere bei Männern.
Ich beschäftige in meinem Betrieb einen Mann und eine Frau zu jeweils 80%.
Wichtig ist die Kommunikation zwischen den beiden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Arbeit weiterlaufen kann, wenn sie respektive er nicht da ist. Auch in der Montage habe ich einen Angestellten der 60% arbeitet. Es kann also vorkommen, dass es zu einer Verzögerung kommt, wenn er nicht da ist. Aber für mich als Geschäftsführer steht die Qualität der verrichteten Arbeit im Zentrum. Klar, Teilzeitarbeit erfordert mehr Organisation und Flexibilität des Betriebs. Und doch ist mir eine Arbeitskraft, die qualitativ hochstehende Arbeit leistet wichtiger, als dass er Vollzeit arbeitet. Es ist zunehmend schwierig, gute Handwerker zu finden. Wenn ein Betrieb also weiterhin auf Qualität setzen möchte, sollte Teilzeitarbeit möglich sein.“

 

Tischmesse Basel

Am Dienstag, den 8. April 2014 ist Impulse Basel an der Tischmesse im Congress Center Basel. Kommen Sie vorbei! Die Messe ist ab 13:00 Uhr für das Publikum geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Radio X sucht Sie

Im Rahmen des Projekts Business Kaffee porträtiert Radio X Firmen, welche bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit gutem Beispiel vorangehen und denen Diversity im Betrieb wichtig ist. Es werden noch Firmen gesucht, die in einem Portrait ihre Erfahrungen weitergeben möchten. Interessiert?
Dann melden Sie sich unter: businesskaffe@radiox.ch

Das Business Kaffee ist ein Projekt von Radio X in Basel und wird unterstützt vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG.

 

ABC Arbeit und Behinderung

Die IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel hat das gesamtschweizerische Nachschlagwerk "ABC Arbeit und Behinderung" in einer neu ergänzten Auflage herausgegeben. Das Handbuch fasst die Zusammenhänge in der komplexen Thematik der Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zusammen. Es richtet sich an Arbeitgebende, den gesamten Beratungs- und Sozialbereich aber auch an Betroffene und die Öffentlichkeit.

Zu beziehen zu Fr. 38.00 bei ivb@ivb.ch

 

by Dr. Radut